Ein Doppelschock trifft die globalen Aktienmärkte: Wachsende Zweifel an der Rentabilität von KI-Investitionen und unerwartet hohe US-Inflationsdaten lösen einen breiten Ausverkauf aus – besonders bei Technologiewerten.
Am härtesten trifft es Asien. Der südkoreanische Kospi bricht um 7,6 Prozent ein, angeführt von Samsung Electronics (minus 9,5 Prozent) und SK Hynix (minus 11 Prozent). Der japanische Nikkei-225 verliert 4,8 Prozent auf 64.510 Punkte, der Nasdaq in den USA hatte am Mittwoch knapp zwei Prozent nachgegeben. Selbst starke Quartalszahlen von TSMC – der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger meldet seinen sechsten Rekordgewinn in Folge – können die Stimmung nicht drehen.
Europa folgt dem Abwärtstrend. Der Dax notiert rund ein halbes Prozent tiefer bei etwa 25.150 Punkten, der europäische Technologie-Branchenindex verliert drei Prozent. In Frankfurt brechen Infineon, Aixtron und Suss Microtec um acht bis neun Prozent ein. Höhere Zinsen verteuern Investitionen wachstumsstarker Unternehmen – das verstärkt den Druck auf die gesamte Branche.
KI-Zweifel und US-Inflation reißen Börsen weltweit ins Minus
Warum das wichtig ist
Wer Technologie-ETFs oder Einzelaktien wie Infineon im Depot hält, verliert an diesem Tag bis zu neun Prozent an Wert – ein Puffer aus breiter Streuung hätte die Verluste deutlich gedämpft.