Deutschlands Kartoffelernte ist in diesem Jahr auf 10,4 Millionen Tonnen geschrumpft – fast ein Viertel weniger als im Vorjahr. Hitze und Trockenheit haben das Wachstum der Knollen gehemmt, gleichzeitig reduzierten Landwirte die Anbaufläche um elf Prozent. Der Ertrag pro Hektar fiel von 46 auf knapp 39 Tonnen.
Die Folgen sind bereits an der Kasse spürbar. Im September zahlten Verbraucher laut Statistischem Bundesamt 11,3 Prozent mehr für Kartoffeln als ein Jahr zuvor. Frisches Gemüse verteuerte sich im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent, Eier sogar um mehr als 15 Prozent. Auch die Getreideernte fiel sieben Prozent schwächer aus, was den europäischen Weizenpreis um rund 20 Prozent nach oben trieb.
Zusätzlichen Druck könnte das Klimaphänomen El Niño erzeugen – ein weltweites Wetterphänomen, das Dürren und Überschwemmungen in Asien und Südamerika auslöst. Laut Internationalem Währungsfonds stiegen die Endverbraucherpreise bei früheren El-Niño-Ereignissen um durchschnittlich fünf Prozent.
Kartoffelernte bricht um ein Viertel ein – Preise steigen weiter
Warum das wichtig ist
Wer regelmäßig einkauft, zahlt bereits jetzt mehr: Kartoffeln kosten über elf Prozent mehr als im Vorjahr – und weitere Preissteigerungen bei Getreide und Tropenprodukten wie Kakao oder Kaffee sind möglich.