Hohe Kerosinpreise zwingen die Lufthansa-Tochter Eurowings zu spürbaren Einschnitten: Die Airline kürzt ihr geplantes Winterprogramm um fünf Prozent und verhandelt bereits mit der Bundesagentur für Arbeit über mögliche Kurzarbeit. Die Beschäftigten erfuhren davon per Schreiben der Geschäftsführung.
Als erste Strecken fallen die gerade erst eröffneten Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai weg. Der Grund: Auf Langstrecken schlägt der teure Treibstoff besonders stark durch. Die Route ab Berlin nach Dubai bleibt dagegen bestehen. Weitere Streichungen betreffen einzelne Abflüge, nicht ganze Strecken. Zusätzlich spart Eurowings in der Verwaltung – und sagt die geplante Weihnachtsfeier ab.
Zum genauen Umfang der möglichen Kurzarbeit äußert sich das Unternehmen nicht. Gewerkschaft Verdi fordert, dass staatliche Kurzarbeitergeld-Zahlungen vom Arbeitgeber aufgestockt werden, und verweist darauf, dass der Mutterkonzern Lufthansa aktuell Gewinne schreibt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisiert zudem, dass Lufthansa gleichzeitig einen erheblichen Aufpreis für eine Minderheitsbeteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP gezahlt hat.
Eurowings streicht 5 Prozent aller Flüge und prüft Kurzarbeit im Winter
Warum das wichtig ist
Wer im Winter ab Köln oder Stuttgart nach Dubai fliegen wollte, muss umbuchen – die Verbindungen sind bereits gestrichen.