Der Iran hat in der Nacht zum 29. Juli mehrere ballistische Raketen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien abgefeuert. Das US-Regionalkommando Centcom bestätigte auf der Plattform X, dass alle Geschosse abgefangen wurden. Gleichzeitig griffen US-Streitkräfte gemeinsam mit Saudi-Arabien Ziele im Irak an, die dem Iran nahestehen.

Die Eskalation trifft die Märkte spürbar. Der Rohölpreis der Sorte Brent – der europäische Referenzpreis für Rohöl – stieg um knapp vier Prozent auf 87,15 US-Dollar je Barrel. Das ist eine deutliche Gegenbewegung: Zuvor war der Preis drei Handelstage in Folge gefallen, nachdem er in der Vorwoche zeitweise über 100 Dollar geklettert war. Der Dax hielt sich am Mittwoch trotzdem weitgehend stabil bei rund 25.500 Punkten – nach einem Schluss von 25.464 Zählern am Dienstag.

Hintergrund der Anspannung ist der anhaltende Iran-Krieg. Noch Anfang Juli notierte Brent-Öl bei rund 70 Dollar; seitdem treibt die Eskalation die Preise. Die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte – bleibt laut der Investmentbank RBC Capital Markets vorerst gefährdet.