Die IG Metall geht mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn in die neue Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Der Vorstand der Gewerkschaft beschloss die Forderung am Mittwoch. Betroffen sind rund 3,7 Millionen Beschäftigte in Branchen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Autoindustrie. Der neue Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen.
Neben der Lohnerhöhung will die IG Metall eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in sogenannten „Boom-Unternehmen" – also Firmen mit überdurchschnittlichem Gewinn – sowie Garantien für Arbeitsplätze und Standorte durchsetzen. Gewerkschaftschefin Christiane Benner nannte die Forderung moderat und sprach von „kämpferischem Realismus". Die Arbeitgeberseite wies die Forderung umgehend zurück. Gesamtmetall-Präsident Udo Dinglreiter verwies auf 350.000 verlorene Stellen in der Branche seit 2019 und forderte stattdessen niedrigere Arbeitskosten. Erste regionale Verhandlungen starten am 7. Oktober. Warnstreiks sind ab November möglich.
IG Metall fordert 5 Prozent mehr Lohn – Arbeitgeber lehnen ab
Warum das wichtig ist
Wer in der Metall- oder Elektroindustrie arbeitet, könnte ab kommendem Jahr bis zu fünf Prozent mehr Gehalt erhalten – sofern sich beide Seiten einigen.