Die IG Metall hat das erste Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie abgelehnt. Betroffen sind rund 3,7 Millionen Beschäftigte in der größten deutschen Industriebranche.
Das Angebot sieht eine Einmalzahlung von einem Prozent des tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 vor, gefolgt von einer dauerhaften Lohnerhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 – bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Die Gewerkschaft hatte dagegen fünf Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit gefordert. NRW-Bezirksleiter Knut Giesler nannte das Angebot faktisch eine „Minus-Runde", die Reallohnverluste – also Kaufkraftverluste nach Abzug der Inflation – weiter verschärfe. Bemerkenswert: Erstmals legten die Arbeitgeberverbände in fünf Tarifbezirken gleichzeitig ein abgestimmtes Angebot vor.
Mit dem Ende der sogenannten Friedenspflicht – der vertraglich vereinbarten Streikpause – läuft am 31. Oktober die Frist ab. Ab Sonntag, dem 1. November, sind Warnstreiks möglich. In NRW entscheidet die Tarifkommission bereits am Samstag darüber.
IG Metall lehnt Arbeitgeberangebot ab – Warnstreiks ab Sonntag möglich
Warum das wichtig ist
Wer in der Metall- oder Elektroindustrie arbeitet, muss ab Montag mit kurzfristigen Arbeitsniederlegungen im Betrieb rechnen.