Die IG Metall geht mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Entgelt in die neue Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Der Vorstand der Gewerkschaft wollte die Forderung endgültig beschließen, nachdem sich Tarifbezirke wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bereits auf diese Zahl geeinigt hatten.
Die Forderung fällt bewusst niedriger aus als in früheren Runden: 2024 verlangte die IG Metall noch sieben Prozent, 2022 sogar acht. Hintergrund ist die angespannte Lage in der Branche – die Autoindustrie baut massiv Stellen ab, auch der Maschinenbau schwächelt. Neben dem Lohn will die Gewerkschaft deshalb auch über Beschäftigungs- und Standortsicherung verhandeln sowie über eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in wirtschaftlich erfolgreichen Betrieben. Arbeitgeberverbände reagierten scharf: Die Forderung gefährde Zehntausende Arbeitsplätze und treibe die Verlagerung ins Ausland voran.
Zur Einordnung: Eingangsforderungen der IG Metall liegen traditionell über dem erwarteten Ergebnis. 2024 kamen nach Verhandlungen 5,5 Prozent heraus – in zwei Schritten und inklusive Einmalzahlungen.
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn für 3,7 Millionen Beschäftigte
Warum das wichtig ist
Wer in der Metall- oder Elektroindustrie arbeitet, könnte je nach Verhandlungsergebnis mit einer Lohnerhöhung von deutlich unter fünf Prozent rechnen – 2024 lag das Ergebnis bei 5,5 Prozent nach einer Ausgangsforderung von sieben Prozent.