Der Wahlsieg der Linken in Berlin drückt die Kurse deutscher Immobilienunternehmen. Vonovia verliert im Tagesverlauf rund 1,4 bis 1,7 Prozent und fällt damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2023 – ans Ende des DAX. Auch TAG Immobilien und Deutsche Wohnen, eine Vonovia-Tochter, geben deutlich nach.

Auslöser ist die Ankündigung von Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, große Wohnungskonzerne zu vergesellschaften – also in öffentliches Eigentum zu überführen. Vonovia und Deutsche Wohnen besitzen gemeinsam rund 138.000 Wohnungen in Berlin. Eralp bekräftigte, ohne Umsetzung dieser Forderung nicht regieren zu wollen. Sie könnte mit Grünen und SPD Regierende Bürgermeisterin werden. Experten verweisen jedoch auf hohe rechtliche, politische und finanzielle Hürden: Eine Enteignung würde das Land Berlin erheblich weiter verschulden.

Der DAX selbst legt derweil rund 1,2 Prozent zu – getragen von internationalen Faktoren wie sinkenden Ölpreisen und Entspannungssignalen in geopolitischen Konflikten. Die Immobilienwerte bilden damit eine klare Ausnahme im positiven Marktumfeld.