Heizen kostet 2026 für viele Haushalte mehr. Das zeigt der neue „Heizspiegel" der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Besonders stark trifft es Ölheizungen und Holzpellets.
Konkret heißt das für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus: Wer mit Heizöl heizt, zahlt 2026 rund 1.275 Euro im Jahr – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptgrund nennt co2online den Irankrieg und dessen Auswirkungen auf die Ölmärkte. Holzpellets verteuern sich um 17 Prozent auf 870 Euro, weil Rohstoffe durch die schwache Baukonjunktur knapp bleiben. Fernwärme steigt um ein Prozent auf 1.310 Euro, Wärmepumpen um drei Prozent auf 735 Euro.
Erdgas bildet die Ausnahme: Dort rechnet co2online mit einem leichten Rückgang um vier Prozent auf 1.120 Euro Jahreskosten – wegen günstiger Einkaufspreise zu Jahresbeginn und dem Wegfall der Gasspeicherumlage. Gleichzeitig warnt die Gesellschaft: Gestiegene Großhandelspreise könnten Ende 2026 oder 2027 auf die Verbraucher durchschlagen.
Heizöl wird 2026 um 24 Prozent teurer – Gasheizer zahlen weniger
Warum das wichtig ist
Laut co2online können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten senken – schon richtiges Lüften und Heizen reduziert den Verbrauch um bis zu zehn Prozent.