Der Ölpreis bleibt das bestimmende Thema an den globalen Finanzmärkten: Brent-Rohöl kostet aktuell rund 105 Dollar je Barrel (159 Liter) – seit Jahresbeginn ein Anstieg von mehr als 70 Prozent.

Haupttreiber sind die Kriege im Nahen Osten. Der US-iranische Krieg hat die Straße von Hormus und die Meerenge von Bab al-Mandab als zentrale Transportrouten für Öl und Kraftstoffe massiv beeinträchtigt. Durch die Straße von Hormus fließen täglich noch rund 13,5 Millionen Barrel Rohöl – bei Diesel sind es nur noch 677.000 Barrel pro Tag, verglichen mit 3,6 Millionen vor dem Krieg.

US-Präsident Trump kündigte an, russische Diesellieferungen durch ein Aussetzen von Sanktionen zu ermöglichen, und versprach damit „rekordartigen" Preisrückgang. Experten widersprechen: Solange die Konflikte im Nahen Osten andauern, sehen Analysten von IW Köln und Commerzbank kaum Spielraum für sinkende Dieselpreise. In den USA liegt der Dieselpreis bereits bei 6,30 Dollar pro Gallone – ein Plus von rund 60 Prozent binnen zwölf Monaten.

An den Börsen dämpfen die hohen Ölpreise die Stimmung spürbar. Der DAX startete mit leichten Gewinnen bei rund 25.360 Punkten, asiatische Indizes wie Nikkei (+1 %) und Kospi (+1,3 %) legten zunächst zu, blieben aber hinter ihrem Potenzial zurück.