Baugrundstücke verlieren an Wert, doch Häuser und Wohnungen werden dadurch kaum günstiger. Das zeigen aktuelle Bodenrichtwerte des Portals Boris-D, das amtliche Grundstückspreise bundesweit erfasst. Der Grund: Wohnraum bleibt knapp – zum Kauf wie zur Miete. Günstigere Grundstücke ändern daran wenig.

Gleichzeitig rückt ein strukturelles Thema in den Fokus: Rund 32 Prozent aller deutschen Wohnimmobilien gehören den Babyboomern, also den geburtenstarken Jahrgängen der 51- bis über 66-Jährigen. Laut einer Studie des Portals Jacasa könnten zwischen 2040 und 2050 schätzungsweise 4,8 Millionen dieser Immobilien durch Verkauf oder Erbschaft den Besitzer wechseln. Fachleute warnen jedoch vor übertriebenen Erwartungen: Die Objekte kommen nicht gleichzeitig auf den Markt, sondern über viele Jahre verteilt. Denn die meisten Eigentümer bleiben so lange wie möglich in ihren Häusern – oft bis gesundheitliche Gründe einen Umzug erzwingen.

Ob eine Babyboomer-Immobilie künftig gefragt bleibt oder an Wert verliert, hängt stark von Region und Zustand des Objekts ab.