Das Fraunhofer-Institut hat eine Studie veröffentlicht, die Eigentümer mit Heizungsplänen aufhorchen lassen sollte. Das Ergebnis ist eindeutig: Energieversorger können „unter realistischen Bedingungen spätestens 2045 keine wettbewerbsfähigen Gaspreise mehr anbieten". Die Gasnetze werden deshalb bis dahin aller Wahrscheinlichkeit nach stillgelegt.
Der Grund liegt in einem wirtschaftlichen Kreislauf: Weil ein Großteil der Haushalte auf Wärmepumpen oder Wärmenetze umsteigt, verlieren Gasnetzbetreiber Kunden. Weniger Kunden bedeuten höhere Kosten pro Anschluss – deshalb steigen die Preise für alle, die bleiben. Das beschleunigt den Exodus weiter. Die Bundesregierung plant zwar, den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen wieder dauerhaft zu erlauben und ab 2029 eine steigende Beimischung von Biogas vorzuschreiben. Doch genau diese Strategie halten die Forscher für unrealistisch: Die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit alternativer Brennstoffe sei höchst ungewiss.
Entscheidend ist dabei die Lebensdauer einer Gasheizung: Sie beträgt rund 25 Jahre. Wer heute eine einbaut, betreibt sie also genau in dem Zeitraum, in dem das Gasnetz laut Fraunhofer kollabiert.
Fraunhofer warnt: Neue Gasheizung wird bis 2045 zur Fehlinvestition
Warum das wichtig ist
Wer heute eine neue Gasheizung für rund 10.000 bis 15.000 Euro einbaut, riskiert laut Fraunhofer, auf einer funktionslosen Anlage sitzenzubleiben – weil das Gasnetz bis 2045 stillgelegt sein könnte.