Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins unverändert in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent belassen – obwohl die Inflation mit 3,7 Prozent deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent liegt.
Die Entscheidung fiel nicht einstimmig: Zehn der zwölf stimmberechtigten Mitglieder votierten für die Zinspause, die Notenbankerinnen Lisa Cook und Beth Hammack sprachen sich hingegen für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte aus. Fed-Chef Kevin Warsh begründete die Pause damit, dass weitere Wirtschaftsdaten abgewartet werden sollen.
Eine Dezember-Erhöhung bleibt möglich: 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder erwarten noch mindestens einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr, vier davon sogar eine stärkere Straffung.
Warsh kündigte zudem eine strukturelle Neuerung an: Ab 2027 soll eine der acht jährlichen Sitzungen ausschließlich der geldpolitischen Strategie dienen – ohne Zinsentscheid und ohne offizielle Erklärung. Ab 2028 sollen es zwei solcher Sitzungen sein.
An den US-Börsen löste der Entscheid kaum Reaktionen aus. Dow Jones (+0,2 %), S&P 500 (+0,4 %) und Nasdaq (+0,3 %) schlossen nur leicht im Plus; Anleger hielten sich laut LBBW-Experten vor weiteren Unternehmens- und Zentralbankentscheidungen bewusst zurück.
Fed hält Leitzins stabil – und plant weniger Zinsentscheide ab 2027
Warum das wichtig ist
Wer Kredite, Ersparnisse oder Investments plant, muss weiterhin mit einem erhöhten Zinsniveau rechnen – eine baldige Entlastung ist nicht in Sicht.
Quellen
- WirtschaftsWoche ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Zeit Wirtschaft ↗
- Süddeutsche Wirtschaft ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- Handelsblatt Finanzen ↗
- t-online Finanzen ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Focus Finanzen ↗
- t-online Finanzen ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- Focus Finanzen ↗
- Stern Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗