Das Bundesfamilienministerium kippt die geplante Kürzung des Elterngeldes. Statt der vorgesehenen Verkürzung auf zwölf Monate bleibt die Bezugsdauer bei 14 Monaten – und die Leistung steigt erstmals seit ihrer Einführung vor fast 20 Jahren.
Konkret plant Familienministerin Karin Prien (CDU) ein neues 4-6-4-Modell: Je vier Monate sind fest für Mutter und Vater reserviert, die restlichen sechs Monate teilen beide frei untereinander auf. In den jeweils reservierten vier Monaten steigt die Einkommensersatzrate von bisher 65 auf 80 Prozent des früheren Nettoeinkommens – für alle weiteren Monate sinkt sie auf 50 Prozent. Beide Eltern dürfen wieder unbegrenzt gleichzeitig Elterngeld beziehen. Alleinerziehende erhalten weiterhin bis zu 14 Monate. Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der regierungsinternen Abstimmung, ist also noch nicht beschlossen.
Der Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro steigen, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Öffentliche Kritik an der ursprünglichen Kürzung hatte die Kehrtwende maßgeblich ausgelöst.
Elterngeld bleibt 14 Monate – und wird erstmals seit 2007 erhöht
Warum das wichtig ist
Wer in den ersten vier Monaten Elterngeld bezieht, bekommt künftig 80 statt 65 Prozent seines früheren Nettoeinkommens – danach jedoch nur noch 50 Prozent.
Quellen
- WirtschaftsWoche ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Tagesschau Inland ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
- Frankfurter Rundschau Wirtschaft ↗
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