Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins angehoben – die erste Erhöhung seit 2023. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellt damit den Kampf gegen die steigenden Preise über das Wirtschaftswachstum. Die Zentralbank reagiert auf die anhaltend hohe Inflation, die viele Güter des täglichen Bedarfs verteuert hat.

Die Zinserhöhung soll die Teuerung bremsen, indem sie Kredite verteuert und das Sparen attraktiver macht. Höhere Zinsen können jedoch auch das Wirtschaftswachstum dämpfen, da Unternehmen und Verbraucher weniger investieren und konsumieren.

Für Sparer bedeutet die Entscheidung grundsätzlich bessere Konditionen. Allerdings geben die meisten Banken Zinserhöhungen nicht vollständig an ihre Kunden weiter. Nur einzelne Institute bieten bereits höhere Zinsen auf Tagesgeldkonten an. Kreditnehmer müssen hingegen mit steigenden Kosten für Darlehen rechnen.

Die EZB muss nun abwägen, wie stark sie die Zinsen weiter anhebt, ohne die Wirtschaft zu stark zu belasten.