Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung berechnet, welche finanziellen Auswirkungen eine Abschaffung der abschlagsfreien Frührente hätte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Staat pro Jahrgang rund 9,5 Milliarden Euro einsparen könnte, wenn die "Rente mit 63" wegfiele.
Die Regelung ermöglicht es Menschen mit mindestens 45 Beitragsjahren, zwei Jahre früher ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen. Derzeit nutzen etwa eine Viertelmillion Menschen diese Möglichkeit. Die Forscher errechneten zusätzlich, dass durch eine Abschaffung rund 125.000 Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt erhalten blieben.
Die abschlagsfreie Frührente wurde 2014 eingeführt und gilt als besonders kostspielig für das Rentensystem. Die DIW-Ökonomen untersuchten sowohl die direkten Einsparungen bei den Rentenzahlungen als auch die volkswirtschaftlichen Effekte durch längere Erwerbstätigkeit. Die Studie zeigt auf, dass die ursprünglich für körperlich schwer arbeitende Menschen gedachte Regelung heute vor allem von anderen Berufsgruppen genutzt wird.
DIW-Studie: Abschaffung der "Rente mit 63" könnte 9,5 Milliarden sparen
Warum das wichtig ist
Die Debatte um die Finanzierung des Rentensystems betrifft alle Beitragszahler und könnte künftige Rentenhöhen beeinflussen.