Das Deutschlandticket wird teurer: Ab 2027 soll der Monatspreis von 63 auf rund 66,90 Euro steigen. Das berichtet die „Rheinische Post" aus dem Umfeld des Koordinierungsrates Deutschlandticket – dem Gremium aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Verkehrsbranche, das den neuen Preis festlegen soll.

Neu ist diesmal die Methode: Erstmals berechnet ein Kostenindex den Ticketpreis automatisch. Dieser Index berücksichtigt Personal-, Energie- und Betriebskosten der Verkehrsunternehmen. Steigen diese Kosten, steigt auch der Preis – so die Logik hinter der neuen Formel. Bisher legten die Verkehrsminister den Preis politisch fest. Zum Vergleich: Anfang 2025 stieg der Preis bereits von 58 auf 63 Euro.

Derzeit nutzen rund 14,5 Millionen Menschen das Ticket, mit dem sie den gesamten Nah- und Regionalverkehr in Deutschland nutzen können. Für die Verkehrsverbünde bleibt es ein Verlustgeschäft – deshalb schießen Bund und Länder jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu.