Das Vertrauen amerikanischer Verbraucher in die Wirtschaft ist im September auf den niedrigsten Stand seit April 2014 gesunken – tiefer sogar als auf dem Tiefpunkt der Corona-Pandemie. Der Vertrauensindex des Conference Board, einer unabhängigen Forschungsorganisation, fiel um 6,7 Punkte auf 81,9. Die Umfrage lief vom 1. bis 23. September.

Als Hauptgrund nennen viele Befragte die hohen Kosten für Benzin, Waren und Dienstleistungen. Chefvolkswirtin Dana Peterson des Conference Boards erklärt, die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage sei erstmals seit September 2024 negativ ausgefallen. Der Teilindex zur aktuellen Lage sank um 7,9 Punkte auf 109,3, der Erwartungsindex um 5,9 Punkte auf 63,6. Gleichzeitig stiegen die US-Verbraucherpreise im August um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr – auch Benzin verteuerte sich infolge der Konflikte im Nahen Osten spürbar.

Der Iran-Krieg belastet beide Seiten des Atlantiks: Auch in Deutschland trieben steigende Spritpreise die Inflation im August auf 2,9 Prozent, für September wird ein weiterer Anstieg erwartet.