Die Deutsche Bank hat ihre Goldpreisprognosen für 2025 deutlich nach unten korrigiert. Für das dritte Quartal erwarten die Analysten nun 4.300 Dollar je Unze – das sind mehr als 20 Prozent weniger als bisher. Für das Schlussquartal rechnen sie mit 4.800 Dollar, gut 15 Prozent unter der früheren Schätzung.
Hauptgrund ist die veränderte Geldpolitik in den USA. Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh hat die US-Notenbank klargemacht, dass sie die Inflationsbekämpfung priorisiert. Händler setzen inzwischen auf zwei Zinserhöhungen bis Jahresende – vor zwei Wochen war noch von einer einzigen die Rede. Höhere Zinsen machen Gold als Anlage weniger attraktiv, weil verzinste Alternativen konkurrenzfähiger werden. Gleichzeitig lässt die Investitionsnachfrage nach dem Edelmetall nach.
Die Deutsche Bank ist damit nicht allein: Goldman Sachs kürzte seine Jahresendprognose vergangene Woche ebenfalls um 500 Dollar auf 4.900 Dollar je Unze. Beide Ziele liegen dennoch über dem aktuellen Goldpreis von rund 4.100 Dollar – weit entfernt vom Rekordhoch von 5.595 Dollar, das Anfang des Jahres erreicht wurde.
Deutsche Bank senkt Goldpreis-Prognose um mehr als 20 Prozent
Warum das wichtig ist
Wer Gold als Geldanlage hält, muss kurzfristig mit weiter ausbleibenden Kursgewinnen rechnen – die revidierten Prognosen liegen bis zu 1.500 Dollar unter dem Jahreshoch.