Schwache US-Arbeitsmarktdaten treiben den Dax am Freitag nach oben. Der deutsche Leitindex klettert um 1,2 Prozent auf 26.441 Punkte – knapp unter seinem bisherigen Allzeithoch von 26.446,95 Punkten. Am Donnerstag hatte er noch bei 26.140 Punkten geschlossen.
Auslöser ist der monatliche US-Jobbericht: Im Juli fielen außerhalb der Landwirtschaft netto 23.000 Stellen weg. Ökonomen hatten laut Reuters mit einem Aufbau von 80.000 Jobs gerechnet. Schon im Juni war das Wachstum mit 57.000 neuen Stellen schwächer ausgefallen als erwartet. Anleger hatten die Zahlen mit Spannung erwartet, weil sie Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed geben – sie ist per Gesetz verpflichtet, sowohl Preisstabilität als auch Vollbeschäftigung zu sichern.
Die Logik dahinter: Ein schwacher Arbeitsmarkt erhöht den Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken, um die Konjunktur zu stützen. Niedrigere Zinsen machen Aktien attraktiver – deshalb reagieren Börsen oft positiv auf schlechte Jobdaten.
Dax steigt nach schwachen US-Jobdaten auf Rekordnähe
Warum das wichtig ist
Wer Aktien oder Aktienfonds hält, profitiert kurzfristig: Der Dax liegt nur noch 6 Punkte unter seinem Rekordstand.