Der Dax hat die erste Jahreshälfte 2026 mit einem deutlichen Rücksetzer beendet. Am Freitag verlor der deutsche Leitindex knapp 1,3 Prozent und schloss bei 24.671 Punkten – mehr als 300 Punkte unter dem Vortagesstand von 24.995 Punkten. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, mit der der Index seit Tagen kämpft, blieb damit erneut unerreicht. Vom Rekordhoch bei 25.507 Punkten Mitte Januar hat sich der Dax spürbar entfernt.

Haupttreiber der schlechten Stimmung war der anhaltende Druck auf Technologiewerte. Anleger zweifeln daran, ob sich die massiven Investitionen in KI-Rechenzentren rechnen werden. Zusätzlich belastete ein Medienbericht, wonach OpenAI seinen geplanten Börsengang auf 2027 verschieben könnte. Auch Preiserhöhungen bei Apple drückten auf die Stimmung. An den US-Börsen verlor der technologielastige Nasdaq auf Wochensicht 4,7 Prozent – der fünfte Verlusttag in Folge. Zinssorgen verschärften die Lage: Die US-Inflation stieg im Mai auf über vier Prozent, Händler preisen inzwischen eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte ein.