Der Deutsche Aktienindex schloss am Donnerstag bei 24.939 Punkten – ein Minus von rund einem Prozent und der erste Schlusskurs unterhalb der 25.000-Punkte-Marke seit Juli. Zwei Faktoren drückten gleichzeitig auf die Stimmung: steigende Ölpreise und anziehende Anleiherenditen, also die Zinsen, die Staaten für ihre Schulden zahlen müssen.

Hinzu kam ein Inflationssignal aus Deutschland: Im September stiegen die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein überraschend starker Anstieg, der Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen schürte. Kurzzeitig gab es Gegenwind von einer anderen Seite: Starke Quartalszahlen des US-Chipherstellers Micron trieben Chipaktien wie Infineon zeitweise um bis zu 3,5 Prozent nach oben. Der Effekt verpuffte jedoch im Tagesverlauf. Auch in den USA schloss Micron letztlich rund drei Prozent im Minus. Die Wall Street beendete den Handelstag dagegen weitgehend stabil – der S&P 500 legte leicht auf 7.666 Punkte zu.