Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seiner Bezeichnung der Rente als "Basisabsicherung" parteiinterne Kritik ausgelöst. Der CDU-Sozialflügel mahnte den Kanzler, den Bürgern keine Angst zu machen. Auch die Seniorenunion der CDU übte deutliche Kritik an den Äußerungen ihres Parteichefs.
Der Bundesvorsitzende der Seniorenunion, Otto Hüppe, betonte, dass die Rente nach 45 Beitragsjahren höher sein müsse als die Grundsicherung. Andernfalls gehe der Anreiz zu arbeiten verloren. Die parteiinternen Stimmen zeigen die Spannungen innerhalb der Union bei einem der wichtigsten sozialpolitischen Themen auf.
SPD-Chefin Bärbel Bas führte bereits ein Gespräch mit Merz über dessen umstrittene Äußerung. Die Debatte verdeutlicht die unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung. Während Merz die Rente als Basisabsicherung einordnet, fordern Teile seiner eigenen Partei eine stärkere Würdigung der Beitragsleistungen langjährig Versicherter.
CDU-Sozialflügel und Seniorenunion kritisieren Merz' Renten-Äußerungen
Warum das wichtig ist
Die Rentendebatte betrifft alle Beitragszahler direkt, da sie über die Höhe ihrer künftigen Altersbezüge entscheidet.