Der mögliche Wegfall der abschlagsfreien Rente mit 63 würde Arbeitnehmern finanzielle Vorteile bringen. Wer statt mit 63 Jahren erst später in Rente geht, erhält sowohl höhere Löhne durch die längere Arbeitszeit als auch eine höhere monatliche Rente. Die Berechnungen zeigen, dass Betroffene dadurch bis zu 18.700 Euro zusätzlich erhalten könnten.

Die abschlagsfreie Rente mit 63 ermöglicht es bestimmten Arbeitnehmern derzeit, ohne Rentenkürzungen früher in den Ruhestand zu gehen. Bei einem Wegfall dieser Regelung müssten sie länger arbeiten. Dies führt zu doppelten finanziellen Effekten: Zum einen erhalten sie weiterhin ihr Gehalt für die zusätzlichen Arbeitsjahre. Zum anderen steigt ihre spätere Rente, da sie mehr Beitragsjahre sammeln und keine Abschläge hinnehmen müssen.

Die Höhe des finanziellen Vorteils hängt vom individuellen Gehalt und der Anzahl der zusätzlichen Arbeitsjahre ab. Je höher das Einkommen und je länger die Verlängerung der Arbeitszeit, desto größer fällt der Gesamtvorteil aus.