Die Bundesregierung schnürt gleichzeitig Reformen in vier Bereichen: Einkommensteuer, gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rente. Besonders einschneidend: Minijobs sollen weitgehend abgeschafft werden – ausgenommen bleiben nur Schüler.

Die Reformen greifen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig, was die Folgen für einzelne Haushalte schwer kalkulierbar macht. Bis 2028 sollen die meisten Änderungen vollständig in Kraft sein. Wer bisher einen Partner kostenlos in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mitversichert hat, könnte künftig höhere Beiträge zahlen. Hinzu kommen mögliche Mehrkosten durch höhere Zuzahlungen bei Medikamenten und Heilmitteln sowie veränderte Regeln zur Pflegebedürftigkeit.

Gleichzeitig empfiehlt eine Rentenkommission der Bundesregierung, das Rentenalter anzuheben, die sogenannte „Rente mit 63" – also den abschlagsfreien Frührenteneintritt nach langer Beitragszahlung – zu streichen und eine verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente einzuführen, bei der zwei Beitragsprozentpunkte am Kapitalmarkt angelegt werden sollen.