Die Deutsche Bundesbank hat ihre Konjunkturprognose nach unten korrigiert. Der Krieg im Nahen Osten belastet die deutsche Wirtschaft und bremst die begonnene Erholung vorerst aus. Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte bei der Vorstellung der Deutschland-Prognose, dass die Konjunktur im Prognosezeitraum bis 2028 dennoch wieder an Fahrt gewinnen werde.

Besonders problematisch sind die steigenden Energiepreise. Sollte die Straße von Hormus blockiert bleiben, könnte die Inflation 2027 auf über fünf Prozent ansteigen. Auch ohne eine solche Eskalation rechnet die Bundesbank mit einem deutlichen Inflationsanstieg: 2026 und 2027 soll die Teuerungsrate auf beinahe drei Prozent klettern. Erst 2028 würde sie wieder unter knapp zwei Prozent fallen.

Die expansive Fiskalpolitik der Bundesregierung soll die Konjunktur stützen und die negativen Auswirkungen des Energiepreis-Schocks abfedern. Der Iran-Krieg und die damit verbundenen höheren Ölpreise haben auch Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt erwartet.