Miete und Nebenkosten überfordern Deutschlands Mieter zunehmend. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank vom Anfang Juli 2026: 12,2 Prozent der 1.109 befragten Mieter geben an, über ihre finanziellen Verhältnisse zu wohnen. Weitere 48,5 Prozent kommen gerade so über die Runden.
Besonders auffällig ist der Vergleich mit 2023: Damals sagten noch mehr als 44 Prozent, ihre Wohnkosten gut leisten zu können – heute sind es nur noch 34,1 Prozent. Gleichzeitig gibt die Mehrheit der Mieter (rund 60 Prozent) an, mindestens 30 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für Wohnen auszugeben. Bei knapp einem Drittel (29,7 Prozent) sind es sogar 40 Prozent oder mehr. Die 30-Prozent-Grenze gilt in der Finanzberatung als Richtwert, ab dem Wohnkosten als belastend gelten.
Der Wunsch nach Eigentum ist groß: 47,9 Prozent der Mieter würden lieber kaufen. Doch fehlendes Eigenkapital bremst viele. Fast jeder Zweite der insgesamt 2.016 Befragten (45,8 Prozent) sieht Wohneigentum nur durch ein Erbe als realistisch erreichbar an.
Postbank-Umfrage: 12 Prozent der Mieter können sich Wohnen nicht leisten
Warum das wichtig ist
Wer zur Miete wohnt und mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für Wohnen ausgibt, gehört laut Umfrage zur Mehrheit – konkret betrifft das rund 60 Prozent aller befragten Mieter.