Bundesbauministerin Verena Hubertz will 2027 eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft an den Start bringen. Die SPD-Politikerin plant, das Konzept noch im Herbst vorzustellen. Der Bund soll 51 Prozent der Anteile halten, 49 Prozent gehen an externe Partner – aus der Privatwirtschaft oder an kommunale Wohnungsbaugesellschaften. Hubertz betont: kein neues Amt, keine neue Baufirma, sondern ein schlankes Konstrukt, das mit bestehenden Marktpartnern zusammenarbeitet. Das AAA-Rating des Bundes – die Bestnote für Kreditwürdigkeit – soll günstige Finanzierungskonditionen sichern.

Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts einen Aufwärtstrend bei Baugenehmigungen: Im August wurden 20.600 neue Wohnungen genehmigt, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis August stieg die Zahl auf 169.400 – rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders gefragt sind Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 14,5 Prozent. Dennoch liegt das Niveau noch etwa ein Drittel unter dem von 2021. Zudem lagen Ende 2025 rund 450.000 genehmigte Wohnungen auf Eis, weil sich der Bau für viele nicht rechnete.