Der Bundestag hat beschlossen, den nationalen CO2-Preis im kommenden Jahr stabil zu halten. Der geltende Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne bleibt damit unverändert – Heizen mit Gas und Tanken wird dadurch nicht zusätzlich teurer.

Ohne diesen Beschluss hätte sich der deutsche Preis am europäischen CO2-Markt orientiert, der vor allem für energieintensive Industrien gilt und derzeit höher liegt. Konkret heißt das: Gaslieferanten und Mineralölunternehmen zahlen Abgaben auf ihren CO2-Ausstoß und geben diese Kosten an Verbraucher weiter. SPD-Politiker Daniel Rinkert sprach von einem verhinderten „Preissprung an der Tankstelle und beim Heizen", CSU-Mann Christian Moser versprach stabile Belastungen.

Kritik kommt von mehreren Seiten. Die Grünen und der Umweltverband BUND werfen der schwarz-roten Koalition vor, falsche Anreize zu setzen und Klimaziele zu gefährden. Der Stadtwerkeverband VKU warnt zudem, dass Preiserhöhungen trotzdem drohen könnten: Müssen Unternehmen Zertifikate nachkaufen, steigen deren Kosten – und damit womöglich auch die Verbraucherpreise.