US-Finanzminister Scott Bessent hat am Montag neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt – doch Märkte diesseits und jenseits des Atlantiks reagierten kaum darauf. Der Grund: Bessent blieb trotz Nachfragen vage.
Konkret drohte er Ländern, die weiter mit Teheran Handel treiben, mit sogenannten Sekundärsanktionen – also Strafmaßnahmen, die nicht den Iran direkt, sondern seine Handelspartner treffen. Als betroffene Bereiche nannte er Gold, Technologie, Luftfahrt, Schifffahrt und digitale Vermögenswerte. Für Ende der Woche kündigte er Sanktionen gegen ein nicht näher benanntes Finanzinstitut an. Welche Länder betroffen wären und welche Fristen gelten, ließ er offen.
Entsprechend unbeeindruckt zeigten sich die Börsen. Der Dax legte 0,8 Prozent auf 26.309 Punkte zu, nachdem er den Vortag bei 26.107 Punkten abgeschlossen hatte. In den USA gewann der S&P 500 rund 0,4 Prozent auf 7.684 Punkte, der Nasdaq stieg 0,7 Prozent auf 26.165 Zähler. Stattdessen richten Anleger ihren Blick bereits auf Nvidia, das am Mittwochabend Quartalszahlen vorlegt.
Bessents Iran-Drohungen verpuffen – Dax steigt auf 26.309 Punkte
Warum das wichtig ist
Wer in breit gestreute Aktien-ETFs investiert, profitiert aktuell von der Erholung: Dax und US-Indizes liegen trotz geopolitischer Unsicherheit im Plus.