Nur 13 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden – drei Punkte weniger als im Vormonat. Das zeigt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend, für den infratest dimap zwischen Montag und Mittwoch 1.317 Wahlberechtigte befragte. In fast 30 Jahren Umfragegeschichte wurde kein amtierender Kanzler schlechter bewertet.

Gleichzeitig liegt die AfD in der Sonntagsfrage mit 27 Prozent erstmals fünf Punkte vor der Union, die auf 22 Prozent fällt. Die SPD rutscht auf 12 Prozent ab – hinter die Grünen (15 Prozent) und knapp vor die Linke (11 Prozent). Als möglichen Ausweg präsentierte die Koalition ein Reformpaket, darunter die vollständige Umsetzung der Rentenkommissions-Empfehlungen. Doch beim Streitthema Minijobs – aktuell nutzen 6,8 Millionen Menschen diese Beschäftigungsform – blieb die Regierung unentschlossen. Statt einer Abschaffung beschloss sie lediglich, den Pauschalsteuersatz für Arbeitgeber von zwei auf fünf Prozent anzuheben. Eine endgültige Entscheidung vertagt Merz auf den Herbst.

Auf die angekündigte Rentenreform reagiert die Bevölkerung skeptisch: Nur 35 Prozent glauben, sie mache die Alterssicherung stabiler; 52 Prozent zweifeln daran.