Im Jahr 2025 haben 22,5 Millionen Menschen in Deutschland Rentenleistungen in Höhe von rund 423 Milliarden Euro erhalten – aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente. Das meldet das Statistische Bundesamt. Davon zählten 304 Milliarden Euro, also 72 %, zu den steuerpflichtigen Einkünften. Seit 2015 ist dieser Anteil um 16,4 Prozentpunkte gestiegen.
Der Grund liegt im Alterseinkünftegesetz von 2005: Es stellt die Rentenbesteuerung schrittweise auf das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung um – Beiträge in der Ansparphase werden zunehmend steuerfrei gestellt, dafür werden die Auszahlungen stärker besteuert. Je später jemand in Rente geht, desto höher fällt der steuerpflichtige Anteil aus. Außerdem sind Rentenerhöhungen vollständig steuerpflichtig. Die Übergangsphase läuft inzwischen bis 2058; erst dann sind neue Renten vollständig einkommensteuerpflichtig.
Steuerpflichtig bedeutet aber nicht automatisch steuerzahlend: Viele Rentner bleiben nach Abzügen unter dem Grundfreibetrag. Aktuellste Daten aus 2022 zeigen: Damals zahlten rund 42 % der Rentenbeziehenden – 9,34 Millionen Menschen – tatsächlich Einkommensteuer.
72 % der Rentenleistungen 2025 waren steuerpflichtig – Anteil steigt weiter
Warum das wichtig ist
Wer 2026 erstmals Rente bezieht, muss bereits 84 % seiner Renteneinkünfte versteuern – jede spätere Rentenerhöhung erhöht diesen steuerpflichtigen Betrag zusätzlich.