Die seit zwei Monaten geltende 12-Uhr-Regel für Spritpreise zeigt nicht die gewünschte Wirkung. Laut ADAC führt die Regelung zu den größten Preisschwankungen bei Benzin und Diesel, die jemals gemessen wurden. Das sogenannte "Österreich-Modell" sollte ursprünglich für mehr Berechenbarkeit sorgen und Preissprünge dämpfen.
Die Regel besagt, dass Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen dürfen, Senkungen sind jedoch jederzeit möglich. Diese Asymmetrie führt nach ADAC-Angaben zu extremeren Ausschlägen als vor der Einführung der Maßnahme. Die Preisdifferenzen zwischen den günstigsten und teuersten Tageszeiten haben Rekordniveau erreicht.
Die 12-Uhr-Regel war neben dem Tankrabatt als weitere Entlastung für Autofahrer gedacht. Statt stabilere Preise zu schaffen, verstärkt sie jedoch die täglichen Schwankungen an den Zapfsäulen. Die Daten zeigen, dass das Gegenteil des beabsichtigten Effekts eingetreten ist.
12-Uhr-Regel verstärkt Spritpreis-Schwankungen statt sie zu dämpfen
Warum das wichtig ist
Du zahlst an der Tankstelle je nach Tageszeit deutlich unterschiedliche Preise - die Schwankungen sind größer geworden statt kleiner.