Neue Mietverträge in deutschen Mehrfamilienhäusern kosten im zweiten Quartal 2024 durchschnittlich 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das zeigen Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP), der Vertragsabschlüsse von mehr als 700 Banken auswertet. Hauptursache ist der anhaltende Wohnungsmangel: In Deutschland fehlen schätzungsweise rund eine Million Wohnungen.
Die regionalen Unterschiede sind dabei erheblich. In den sieben größten Metropolen stiegen die Mieten mit 1,5 Prozent deutlich schwächer als im bundesweiten Schnitt. Düsseldorf verzeichnete das stärkste Wachstum mit 3,6 Prozent, Berlin das schwächste mit nur 0,6 Prozent. Gleichzeitig zogen auch Immobilienpreise an: Wohnungen und Häuser verteuerten sich bundesweit um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in den Metropolen um 2,1 Prozent – angeführt von Hamburg mit 3,8 Prozent.
Der VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt begrüßte die geplanten Reformen der Bundesregierung, die Baugenehmigungen beschleunigen und Baukosten senken sollen. Der Verband sieht darin das richtige Signal, um dem Mangel langfristig entgegenzuwirken.
Wohnungsmangel treibt Mieten bundesweit um 3,2 Prozent nach oben
Warum das wichtig ist
Wer gerade einen neuen Mietvertrag unterschreibt, zahlt im Schnitt 3,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr – in Düsseldorf sogar 3,6 Prozent.