In München zahlt die Hälfte aller WG-Suchenden mehr als 850 Euro pro Monat für ein Zimmer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts, das seit 2011 Wohnungsmärkte für Studierende beobachtet. Grundlage sind knapp 3.900 Inserate auf wg-gesucht.de für Zweier- und Dreier-WGs.
In den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln zusammen liegt der Durchschnittspreis bei 692 Euro – das sind 23 Euro mehr als noch vor einem halben Jahr. Berlin und Hamburg kommen auf einen Median von 650 Euro, Köln auf 640 Euro. Bundesweit blieben die Preise dagegen stabil: Im Schnitt kostet ein WG-Zimmer 510 Euro, nach 512 Euro im Frühjahr. Dieser ruhige Gesamtwert verdeckt laut Institut erhebliche regionale Unterschiede.
Am günstigsten wohnen Studierende in Chemnitz, wo der Median bei 305 Euro liegt – ähnlich niedrig sind die Preise in Trier, Jena, Magdeburg und Halle. Institutsleiter Stefan Brauckmann betont: Die Mietkosten entscheiden mit darüber, welcher Studienort überhaupt erschwinglich ist.
WG-Zimmer in Großstädten kosten Studenten bis zu 850 Euro
Warum das wichtig ist
Wer zum Studium nach München zieht, zahlt für ein WG-Zimmer im Schnitt fast dreimal so viel wie in Chemnitz – das kann die Studienwahl konkret beeinflussen.