Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf für die sogenannte Frühstartrente vorgelegt. Demnach zahlt der Bund ab dem 1. Januar 2026 für jedes Kind zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro in ein individuelles Altersvorsorgedepot – ein kapitalgedecktes Konto, das Ersparnisse am Kapitalmarkt anlegt statt in die gesetzliche Rente einzuzahlen.
Eltern müssen das Depot bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen. Die Produktauswahl ist auf den sogenannten Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge beschränkt, für den ein Effektivkostendeckel von einem Prozent gilt. Erträge bleiben bis zur Auszahlungsphase steuerfrei. Ausgezahlt werden kann das Geld frühestens mit 65 Jahren. Zusätzliche private Einzahlungen sind bis zu 6.840 Euro jährlich möglich. Die Bundesausgaben starten bei 198 Millionen Euro pro Jahr und steigen bis 2030 auf 411 Millionen Euro. Der Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt das Vorhaben grundsätzlich, fordert aber, dass Kinder automatisch ein Konto erhalten, wenn Eltern keines eröffnen.
Bundesregierung plant 10 Euro Staatszuschuss pro Kind für Altersvorsorge
Warum das wichtig ist
Eltern von Kindern ab sechs Jahren müssen aktiv ein Depot eröffnen, damit der staatliche Zuschuss von 10 Euro monatlich fließt – ohne Antrag, aber auch nicht ohne diesen Schritt.