Die USA haben mit der „Operation Economic Outcast" eine neue Phase des Wirtschaftsdrucks auf Iran eingeleitet – mit spürbaren Folgen für die Bevölkerung und den globalen Handel.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte Sanktionen gegen rund 60 Personen, Unternehmen und Schiffe an und weitete sogenannte Sekundärsanktionen aus – also Strafmaßnahmen, die auch Drittstaaten treffen, die weiter mit Iran Geschäfte machen. Betroffen sind fünf Sektoren: Krypto, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt.
Wer Iran-Geschäfte nicht beendet, riskiert den Ausschluss aus dem US-Dollarsystem. Konkrete Fristen nannte Bessent öffentlich nicht.
Besonders im Fokus steht China: Das Land kauft mehr als 80 Prozent des noch exportierten iranischen Öls. Will Washington Irans wichtigste Devisenquelle wirklich kappen, muss es chinesische Raffinerien, Banken und Händler unter Druck setzen – und riskiert damit einen neuen Konflikt mit Peking.
Während das iranische Regime unbeeindruckt wirkt, trifft die Wirtschaftskrise die Bevölkerung hart. Lebensmittelpreise stiegen laut iranischem Statistikamt innerhalb von zwölf Monaten um durchschnittlich 128 Prozent. Besonders betroffen sind Eier, Hülsenfrüchte, Reis, Brot und Fleisch – Grundnahrungsmittel, die sich viele Menschen kaum noch leisten können.
USA verschärfen Iran-Sanktionen – Bevölkerung trägt die Last
Warum das wichtig ist
Steigende Energiepreise und Handelsunsicherheiten durch den eskalierenden Sanktionskonflikt können auch europäische Verbraucher und Unternehmen indirekt belasten.