Die USA haben am Samstag, dem 22. August, neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf kanadische Waren verhängt – darunter Hockeyschläger, Möbel und Milchprodukte im Gesamtwert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Zuvor waren Handelsgespräche zwischen Washington und Ottawa gescheitert.

Kanadas Premierminister Mark Carney reagierte umgehend mit der Ankündigung von Gegenzöllen in gleicher Höhe auf US-Produkte wie Stahl und Haushaltsgeräte – wirksam ab dem 8. September. Gleichzeitig meldete sich der Business Roundtable zu Wort: Der US-Unternehmensverband, dem Konzernchefs von rund 200 Firmen wie General Motors, FedEx und Visa angehören, forderte beide Regierungen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die neuen Zölle drohten Kosten für Unternehmen zu erhöhen, Lieferketten zu stören und die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder zu belasten. Auch Verbraucher seien betroffen.

Demokratische Gouverneure der an Kanada grenzenden Bundesstaaten Minnesota, New York und Washington kritisierten Trumps Zollpolitik scharf. Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul warf Trump vor, unnötig Streit mit Verbündeten zu suchen und gleichzeitig die Preise im Inland zu erhöhen.