Die Hundesteuer spült deutschen Kommunen weiterhin fast 430 Millionen Euro in die Kassen – doch das Wachstum der Vorjahre ist vorerst vorbei. Im Jahr 2025 nahmen die Gemeinden insgesamt 429,7 Millionen Euro ein, meldet das Statistische Bundesamt anlässlich des Welthundetags am 10. Oktober 2026. Das sind 0,1 Prozent weniger als 2024, als mit 429,9 Millionen Euro ein Rekord erzielt wurde.
Im Zehnjahresvergleich bleibt das Niveau dennoch bemerkenswert hoch: 2015 lagen die Einnahmen noch bei 322,0 Millionen Euro – ein Plus von 33,4 Prozent. Ob weniger Hunde gehalten werden, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer; Höhe und Ausgestaltung legt jede Kommune selbst fest, teils abhängig von Rasse oder Anzahl der Tiere im Haushalt.
Beim Futter gibt es kurzfristig etwas Entlastung: Hunde- und Katzenfutter kostete 2025 nur 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr, während die allgemeinen Verbraucherpreise um 2,2 Prozent stiegen. Mittelfristig ist das Bild jedoch anders – seit 2020 verteuerte sich Tierfutter um 35,8 Prozent, die Gesamtinflation lag im selben Zeitraum bei 21,9 Prozent.
Hundesteuer bringt Kommunen 429,7 Millionen Euro – Anstieg stoppt
Warum das wichtig ist
Wer einen Hund hält, zahlt seit 2015 im Schnitt ein Drittel mehr Hundesteuer und seit 2020 rund 36 Prozent mehr für Futter – deutlich über der allgemeinen Preissteigerung.