Trumps Ankündigung eines „Wirtschaftskriegs" gegen den Iran hat die Rohölpreise deutlich nach oben getrieben: Brent-Rohöl kletterte auf bis zu 94,71 Dollar je Barrel – den höchsten Stand seit Ende Juli und rund 35 Prozent über dem Vorkiegsniveau von etwa 70 Dollar im Februar.

Trump drohte, alle Länder zu sanktionieren, die weiterhin Handel mit dem Iran treiben. Gemeint ist vor allem China: Rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte gehen laut einer US-Kongresskommission in die Volksrepublik. Peking wies die Drohung zurück und erklärte, Sanktionen würden das Problem nicht lösen.

Am Persischen Golf bleibt die Lage angespannt. Die Straße von Hormus – eine strategisch wichtige Meerenge, durch die ein Großteil des weltweiten Öls transportiert wird – ist weiterhin blockiert. Schärfere Sanktionen könnten das globale Ölangebot laut Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht zusätzlich verknappen.

Die steigenden Energiepreise belasten auch die US-Wirtschaft spürbar. Walmart meldete schwächere Umsätze, weil hohe Benzinpreise Kunden zum Sparen zwingen. Die Wall Street reagierte mit Verlusten: Der Dow Jones fiel um 1,3 Prozent auf 52.759 Punkte.

Gleichzeitig erreichten US-Staatsanleihen neue Höchststände bei den Renditen – die 30-jährige inflationsgeschützte Anleihe erzielte mit 2,973 Prozent den höchsten Wert seit 2001 –, was den Druck auf die Finanzmärkte weiter verstärkt.