Zwei Entwicklungen prägen aktuell den deutschen Lebensmitteleinzelhandel: Das Bundeskartellamt genehmigt die Übernahme von 38 Tegut-Filialen durch Rewe, und eine schlechte Kartoffelernte treibt die Preise an der Supermarktkasse spürbar nach oben.
Das Kartellamt – die Behörde, die Wettbewerb überwacht und Marktmacht begrenzt – hat die Rewe-Übernahme mit Auflagen freigegeben. Zwei weniger als beantragt darf Rewe übernehmen: Die Standorte Marburg-Kezterbach und Schlüchtern bleiben für vier Jahre tabu, um eine regionale Marktdominanz zu verhindern. 26 der 38 genehmigten Filialen liegen in Hessen.
Das Tegut-Netz mit rund 300 Standorten verteilt sich damit auf mehrere Käufer: Den Großteil, nämlich 178 Filialen, erhält Edeka; 36 weitere Standorte stehen noch zum Verkauf. Rewe, Edeka, Aldi und Lidl/Kaufland kontrollieren bereits über 90 Prozent des deutschen Lebensmittelumsatzes.
Parallel dazu verteuern sich Kartoffeln deutlich: Im September 2026 zahlten Verbraucher 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr – weit über der allgemeinen Inflationsrate von 3,3 Prozent. Ursache ist eine Missernte: Hitze und Trockenheit drückten die Ernte auf 10,4 Millionen Tonnen, knapp ein Viertel weniger als 2025. Die Erzeugerpreise – also das, was Bauern erhalten – stiegen im August um 61,5 Prozent.
Tegut-Übernahme und Kartoffelpreise verändern den Supermarktmarkt
Warum das wichtig ist
Wer Kartoffeln kauft, zahlt deutlich mehr, und wer in Hessen einkauft, findet künftig viele Tegut-Märkte unter dem Rewe-Logo.
Quellen
- Statistisches Bundesamt ↗
- Statistisches Bundesamt ↗
- Hessenschau ↗
- Hessenschau ↗
- Zeit Wirtschaft ↗
- Spiegel Wirtschaft ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Capital ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗
- Tagesspiegel Wirtschaft ↗
- n-tv Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗
- Stern Wirtschaft ↗