Mitte Juli boten drei Banken die höchsten Tagesgeldzinsen auf dem deutschen Markt: Chase Bank, Norisbank und die estnische Bigbank verzinsten Einlagen mit vier Prozent oder mehr pro Jahr – jeweils befristet. Wenige Wochen später ist davon nur noch ein Angebot übrig.
Die Chase Bank hält ihren Aktionszins von 4 Prozent für vier Monate aufrecht und schaffte damit den Sprung in den Vergleich der Stiftung Warentest. Die Norisbank dagegen ändert ihre Strategie grundlegend: Statt 4 Prozent für sechs Monate bietet sie nun dauerhaft 2,25 Prozent – allerdings variabel, also ohne Garantie. Die Bank kann diesen Satz jederzeit senken. Zudem bleibt die Bedingung bestehen: Wer den Sonderzins will, muss ein Girokonto bei der Norisbank eröffnen. Fällt dieses weg, sinkt der Zins auf 0,75 Prozent. Die Bigbank hat ihr Angebot ebenfalls zurückgefahren, auf 3,25 Prozent für vier Monate.
Wer kein Aktionsangebot nutzt, erzielt beim Tagesgeld derzeit maximal 2,50 Prozent dauerhaft. Beim Festgeld – also einer Anlage mit fester Laufzeit – sind für ein Jahr bis zu 3,10 Prozent möglich, für drei Jahre bis zu 3,20 Prozent.
Tagesgeldmarkt in Bewegung: Chase hält 4 Prozent, Norisbank rudert zurück
Warum das wichtig ist
Wer 10.000 Euro ein Jahr lang zum aktuellen Festgeld-Topzins von 3,10 Prozent anlegt, erhält rund 310 Euro Zinsen – ohne Aktionsbedingungen oder Kontowechsel.