Volkswagen hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt. Für 2026 rechnet Europas größter Autobauer nur noch mit einer operativen Umsatzrendite – also dem Anteil des Gewinns am Umsatz – von einem Prozent, statt der bisher erwarteten vier bis 5,5 Prozent. Hauptursache ist eine Milliardenabschreibung auf die Sportwagentochter Porsche.

Dort könnte der Stellenabbau nun noch drastischer ausfallen als bisher geplant. Laut einem Bericht des „Handelsblatts" sehen interne Unterlagen zum VW-Aufsichtsratsbeschluss vom Anfang September eine zusätzliche Streichung von rund 4.100 Stellen bei der Markengruppe „Sport Luxury" vor – zu der Porsche gehört. Allein bei den Gemeinkosten klafft demnach eine Lücke von rund 700 Millionen Euro. Porsche hatte im Juli bereits 5.000 weitere Stellenstreichungen bis 2035 beschlossen, zusätzlich zu 3.900 Jobs, die im ersten Sparpaket gestrichen werden sollten. Damit würde fast jede fünfte Stelle wegfallen. Da Porsche eigenständig geführt wird, kann VW Maßnahmen nur empfehlen, nicht anordnen.