Strom wird 2027 im Netz teurer transportiert: Die Stromnetzentgelte – also der Anteil am Strompreis, der für den Betrieb und Ausbau der Leitungen anfällt – steigen bundesweit um durchschnittlich 1,9 Prozent. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox auf Basis veröffentlichter Daten der Verteilnetzbetreiber. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch bedeutet das rund 8 Euro mehr.

Ein Grund: Der Bund kürzt seinen jährlichen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten um knapp eine Milliarde Euro auf 5,525 Milliarden Euro. Diese Kosten landen letztlich auf den Stromrechnungen. Regional fällt die Entwicklung unterschiedlich aus – in den alten Bundesländern steigen die Entgelte im Schnitt um 10 Euro, in den neuen sinken sie um 3 Euro. Am stärksten trifft es Hamburg.

Bei Gas rechnet Verivox mit einem Anstieg der Netzentgelte von rund 3 Prozent. Netzentgelte machen etwa ein Fünftel des Gaspreises aus. Für eine Familie im Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch entstehen dadurch rund 19 Euro Mehrkosten.