Die US-Wirtschaft schaffte im Juli deutlich mehr Stellen als erwartet – und die Märkte reagierten sofort. Weil starke Arbeitsmarktdaten den Druck auf die Preise erhöhen, stieg die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank Fed im September. Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen.

Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen – also die effektive Verzinsung dieser Schuldpapiere – kletterten daraufhin deutlich. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten wieder über 4,8 Prozent, zweijährige überschritten die Marke von 4,4 Prozent. Gleichzeitig gerieten Aktien weltweit unter Druck: DAX, Dow Jones Industrial und Nasdaq 100 verzeichneten in einer ersten Reaktion Verluste.

Fed-Chef Kevin Warsh steht damit vor einem schwierigen Abwägen. Mehrere US-Notenbanker drängen angesichts der robusten Beschäftigungslage auf höhere Zinsen, um die Inflation zu bremsen. Die starken Jobdaten vom Freitag bestärken diese Forderung.