Alexander Schweitzer (SPD) ist seit Dienstag der neue Bundesarbeitsminister. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entließ seine Vorgängerin Bärbel Bas und ernannte Schweitzer noch am selben Tag. Eine Eingewöhnungszeit bekommt er nicht.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) macht Druck: Die Rentenkommission hatte ihre 33 Empfehlungen bereits am 22. Juni übergeben – bis zum 13. Oktober liegt noch immer kein fertiger Gesetzentwurf vor. Merz erwartet, dass Schweitzer die Vorlage so schnell wie möglich ins Kabinett bringt, möglichst abgestimmt mit den Bundestagsfraktionen und den Ländern. Das Kabinett soll noch 2026 beschließen, der Bundestag im ersten Quartal 2027.

Das Problem: Schweitzer selbst hatte zentrale Punkte der Reform zuletzt öffentlich kritisiert – darunter die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, umgangssprachlich „Rente mit 63". Auch die ebenfalls empfohlene Abschaffung der Minijobs ist in der Koalition umstritten. Schweitzer sagte am Dienstag, die Vorschläge müssten „inhaltlich weiter diskutiert werden".