Der sinkende Rheinpegel trifft Autofahrer im Westen Deutschlands direkt an der Zapfsäule. Weil der Fluss historisch niedrige Pegelstände erreicht, können Tankschiffe – die wichtigsten Transportmittel für Kraftstoff in der Region – nur noch einen Bruchteil ihrer normalen Ladung befördern. Das treibt die Frachtkosten in die Höhe, und die Mineralölhändler geben diesen Aufschlag an die Kunden weiter.

Der Rhein ist eine der meistbefahrenen Binnenwasserstraßen Europas und versorgt große Teile Westdeutschlands mit Rohstoffen und Energie. Fällt der Pegel, müssen Schiffe ihre Ladung reduzieren, um nicht aufzulaufen – konkret heißt das: Mehr Fahrten für dieselbe Menge Ware, höhere Kosten pro Liter. Gleichzeitig bremst das Niedrigwasser das Wirtschaftswachstum insgesamt, weil auch andere Güter teurer oder langsamer transportiert werden.

Ausgelöst wird die Situation durch die anhaltende Hitzewelle in Europa, die Flüsse austrocknet und den Wasserstand auf kritische Niveaus drückt.