Ab dem 1. Januar 2027 können Verbraucher ein staatlich gefördertes Altersvorsorge-Depot (AV-Depot) abschließen – ein Wertpapierdepot für die Rente, das in Fonds und ETFs investiert und ohne Garantien auskommt. Das AV-Depot ersetzt die bisherige Riester-Rente, die als zu teuer und zu renditeschwach gilt.

Die staatliche Förderung funktioniert künftig nach einem einfachen Stufenprinzip: Für jeden selbst eingezahlten Euro bis 360 Euro jährlich gibt der Staat 50 Cent dazu, für jeden weiteren Euro bis 1.800 Euro noch 25 Cent. Die maximale Grundzulage beträgt damit 540 Euro pro Jahr – mehr als dreimal so viel wie die bisherigen 175 Euro bei Riester. Neu: Auch Selbstständige sind erstmals förderberechtigt.

Obwohl erste Banken und Neobroker bereits mit Vorregistrierungen werben, rät das Ratgeber-Portal Finanztip zu Geduld. Der Grund ist konkret: Bei einer Modellrechnung mit monatlich 150 Euro Einzahlung und sechs Prozent Rendite macht der Unterschied zwischen niedrigen und hohen Kosten am Ende über 20.000 Euro aus.