Die Rentenkommission der Bundesregierung hat ihre Arbeit abgeschlossen und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Arbeitsministerin Bärbel Bas ein Paket mit 33 Empfehlungen übergeben. Merz und Bas signalisierten, alle Punkte umsetzen zu wollen.
Zu den zentralen Vorschlägen gehören: das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppeln, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren schrittweise abschaffen sowie Minijobs – bislang von Rentenbeiträgen befreit – abschaffen. Außerdem sollen Selbstständige und Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Ergänzend ist eine staatliche kapitalgedeckte Altersvorsorge geplant, also ein Sparmodell auf Basis von Kapitalanlagen.
CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch stellten sich hinter das Gesamtpaket. Gegenwind kommt von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die eine Eins-zu-eins-Umsetzung ablehnt. Die Linke bezeichnete die Vorschläge als „massives Kürzungsprogramm". DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte vor einer Vermischung kapitalgedeckter Elemente mit der gesetzlichen Rente.
Rentenkommission übergibt 33 Reformvorschläge an Bundesregierung
Warum das wichtig ist
Wer heute 20 Jahre alt ist, könnte nach den Plänen frühestens 2073 – also mit knapp 70 Jahren – in Rente gehen.