Die Bundesregierung will die gesetzliche Rente grundlegend umbauen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte nach einer Koalitionsausschuss-Sitzung, alle 33 Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umzusetzen. Die nötigen Gesetzentwürfe sollen bis Ende 2026 vorliegen und verabschiedet sein.
Zu den zentralen Vorschlägen der 13-köpfigen Expertenkommission gehört die Abschaffung der vorgezogenen Rente ohne Abzüge für Menschen mit mindestens 45 Beitragsjahren – im Volksmund „Rente mit 63". Gleichzeitig soll auch die Frührente mit Abschlägen erst ab 64 Jahren möglich sein, nicht mehr ab 63. Wer drei Jahre früher als mit dem regulären Rentenalter 67 in Rente geht, zahlt derzeit lebenslange Abzüge von 10,8 Prozent. Daneben empfiehlt die Kommission eine neue „Kapitalrente", die das Rentenniveau stabilisieren soll, sowie eine schrittweise Anhebung des Rentenalters über 67 Jahre hinaus – erstmals voraussichtlich ab 2041 auf 67,5 Jahre. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) betonte, die Maßnahmen griffen so eng ineinander, dass einzelne nicht herausgelöst werden könnten.
Rentenkommission fordert Abschaffung der Rente mit 63
Warum das wichtig ist
Wer heute 52 Jahre oder jünger ist, wäre von den Änderungen vollständig betroffen und müsste länger arbeiten als bisher geplant.